22. April

Coworking-Space für Magdeburg?

von Christian Metzeler 28 Kommentare

Die Idee des Coworking-Space ist nicht unbedingt neu, aber in Deutschland noch nicht allzu sehr verbreitet: Freiberufler oder Projektteams, die keine Lust darauf haben, zuhause oder in einem einzelnen Büro irgendwo zu arbeiten, arbeiten an gemieteten Arbeitsplätzen in Großraumbüros, die ihnen alles nötige zur Verfügung stellen: Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Stuhl, Netzwerkanschluss, WLAN, Konferenzraum, Telefonzimmer und Raum für kreatives Rumlungern.

In Magdeburg gibt es bisher nichts derartiges und wir haben uns gedacht: vielleicht geht das hier ja auch. Das wirklich Interessante ist ja eigentlich: man ist nicht allein, sondern um einen herum sind auch noch andere Menschen, die arbeiten. Das bedeutet, dass man sich aufs Arbeiten konzentrieren kann, aber bei Bedarf Menschen da sind, die man auch mal was fragen kann, von denen man Anregungen erhält und mit denen man vielleicht auch ein Netzwerk aufbauen und sich gegenseitig Aufträge vermitteln kann. Denn klar ist doch: die meisten Aufträge entstehen durchs “Ich-kenn-da-jemanden….”.

Von unserer Seite aus stellen wir die Idee in den Raum, weil wir bei uns zum einen schon zwei Untermieter in den Büroräumen haben und zum anderen noch zwei Räume, die frei sind und genutzt werden könnten. Uns stellen sich natürlich ein paar Fragen, auf die wir Antworten finden möchten: gibt es in Magdeburg Leute, die daran Interesse habe? Was erwartet Ihr konkret von einem solchen Coworking-Space? Welche Voraussetzungen bei Arbeitsplätzen und Technik sollen oder müssen gegeben sein? Welche Mietmodelle sind interessant? Würdest Du mit jemand Fremden in einem Raum arbeiten wollen? Welchen Preis würdest Du im Monat, am Tag, für eine Woche, für ein halbes Jahr für einen Arbeitsplatz, einen Konferenzraum, eine Kaffeeflatrate aus der Supermaschine oder eben dieses oder jenes zahlen? Was für sonstige Services wären interessant? Wie sollte das Büro aussehen? Usw…

Ich möchte die Idee daher hier einfach mal in den Raum stellen und ein bisschen darüber diskutieren, ggf. auch bei einem der nächsten Webmontage. Ich würde mich über Anregungen und Inspirationen freuen. Hier gibt es noch ein paar Inspirationen für Coworking aus Berlin und anderen Städten:

19. Februar

Der Weg zum eigenen Unternehmen – Teil 4

von Christian Metzeler Ein Kommentar


Es ist schon fast eineinhalb Jahre her, dass ich die Beitragsreihe “Der Weg zum eigenen Unternehmen” geschrieben habe. Im dritten Teil kündigte ich an, mich im vierten Teil mit den ersten Monaten Betrieb und einigen Zahlen auseinanderzusetzen. Das mit den Zahlen habe ich zwischenzeitlich gemacht, aber einen echten vierten Teil gab es nicht. Daher schreibe ich jetzt mal mit der Perspektive auf ein komplettes Geschäftsjahr mit vielen Ereignissen diesen Teil.

Denn der durchaus erfolgreiche Verlauf des Jahres 2009, das bei uns kein Krisenjahr war, hat uns auch gewisse Probleme beschert. Und diese sind besonders interessant, denn Erfolg kann einem auch Kopfschmerzen bereiten. Besonders erfolgreich war beispielsweise, dass für den Auftrag für die technische Umsetzung des Projekts Pharmatching.com gewonnen haben. Für dessen technische Betreuung sind wir auch weiterhin zuständig (und haben übrigens heute ein kleines Resdesign live geschaltet). Das Projekt war unser größter Einzelauftrag in 2009 und hat einen gewissen Anteil am Wachstum der Firma gehabt. Immerhin sind wir mit 5 Mitarbeitern ins Jahr 2009 reingegangen und mit 9 haben wir es beendet. Auch die engere, schon freundschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Partnern von UCD+ hat dazu beigetragen. Aber dieses Wachstum hat uns auch Probleme beschert, denn wir mussten erkennen, dass wir mit diesem Wachstum auch unsere Organisation verbessern müssen. Insbesondere das Projektmanagement müssen wir noch verbessern. Hier haben wir in den letzten Monaten durch die Nutzung von GoogleWave (für kleinere, nicht sicherheitskritische Projekte) schon einige Fortschritte erzielen können.

Wo wir auch was tun mussten (und getan haben), war die Qualitätssicherung. Zunächst haben wir diese durch den Entwickler selbst durchführen lassen. Das war eher minder erfolgreich, denn der Entwickler eines Projekts ist ein schlechter Kontrolleur seiner eigenen Arbeit. Als nächsten Schritt haben wir zwei externe Mitarbeiter mit dem Prüfen fertiggestellter Redaxo- und Typo3-Projekte herangezogen. Das war zwar schon ein Fortschritt, aber so richtig gut hat das immer noch nicht funktioniert, weil diese als Nicht-Entwickler zwar in Front- und Backend Fehler aufspüren konnten, aber nicht im Code. Seit Anfang 2010 ist nun einer unserer Entwickler sozusagen Halbzeit mit der Qualitätskontrolle betraut und wird jedem Taks eines jeden Projekt als QA-Manager zugewiesen. Für ihn ist das natürlich eine erhebliche Arbeit. Aber für die Entwickler dieser Projekte ergeben sich dadurch haufenweise QA-Tasks. Somit verlassen unser Projekte den Laden nun tatsächlich mit einer höheren Qualität. Im Nachhinein erspart uns das zusätzlichen Zeitaufwand, um ein bereits abgeschlossenes Projekt nicht wieder öffnen und sich dort reindenken zu müssen.

Schwieriger wird auch die finanzielle Steuerung: die Projekte wurden vom Umfang her größer und dauern somit länger. Wir müssen daher mehr auf Zahlungsbedingungen achten, denn wenn wir bspw. sechs Wochen an einem Projekt mit einer Mannstelle sitzen, reicht es vielleicht nicht immer, erst nach Abnahme bezahlt zu werden… zumal wir auch immer wieder feststellen, dass Kunden zwar jede 50 Euro Ersparnis gerne mitnehmen, dann aber selbst bei Low-Budget-Projekten die Zahlungsfrist nicht nur um zwei Wochen sondern eben eher drei Monaten überschreiten. Das bedeutet, dass wir bspw. mehr mit Teilvorauszahlungen für größere Projekte arbeiten müssen, um nicht in Liquiditätsprobleme zu geraten. Und das wiederum Kunden zu verklickern, ist nicht immer einfach. Aber es muss gemacht werden.

Durchaus beunruhigend war auch die Situation, als uns eine Kundin mit einer Schadenersatzforderung belangt hat. Nach dem ersten Schreck haben wir zu unserem Glück unsere Haftpflichtversicherung herangezogen. Unsere Versicherung ist speziell für IT-Firmen ausgelegt und die hat sich des Falles angenommen. Es war für uns außerordentlich beruhigend, dass der Versicherer HISCOX sich nicht mit Formalien oder Blabla aus der Verantwortung winden wollte, sondern sich zügig um die gesamte Bearbeitung gekümmert hat – wenn vielleicht auch nicht so, wie es sich die nun ehemalige Kundin das vorgestellt hat. Meine Empfehlung daher: eine Haftpflichtversicherung für IT-Firmen ist Pflicht für jedes Webentwicklungsunternehmen. Denn in unserer Branche geht es nur selten um Personenschäden, sondern eher immer um Vermögensschäden.

Insgesamt war 2009 ein gutes Jahr, in dem webvariants deutlich vorangekommen ist. Aktuell gilt es für uns: professioneller werden, besser werden, schneller werden, hochwertiger werden und trotzdem die Liebe zum Web und dem Arbeiten darin nicht zu verlieren. Wir werden am Jahresende 2010 sehen, ob das geklappt hat. :-) Es bleibt sicher spannend.

4. Dezember

Customers from Hell

von Christian Metzeler Ein Kommentar

Heute mache ich euch einfach mal auf ein paar interessante Artikel oder Videos aufmerksam, die das Gefüge der Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehungen aus der Sicht der Auftragnehmer wundervoll illustrieren.

Die Unterhaltung eines Designers mit seinem nicht-mehr-Kunden ist ein hervoragendes Lehrstück, wie man jemandem sehr humorvoll eine vor den Latz knallen kann. Darauf gestossen bin ich hierüber.

Hier sehr ihr ein aufwendig produziertes, wundervolles Video, das die Vendor-Client-Relationship sketchartig zeigt:

und ein sehr wütendes Video:

Hier gibts noch die lustigsten Auszüge aus Kundenanfragen in Kurzform. Besonders gut: das arabische Facebook für 100$

Und wie man mit bösen Kunden umgehen kann, beschreibt insidecrm relativ ausführlich und mit guten Methoden.

3. Dezember

Fallstricke des Unternehmeralltages: Die Berufsgenossenschaft

von Christian Metzeler 2 Kommentare

Anfang September schrieb ich einen Beitrag über die lustige Künstlersozialabgabe und amüsierte mich halb über die bürokratischen Tentakeln unseres schönen Vollversorgungslandes. Mitte November stiess ich dann auf die nächste Vollversorungszwangsanstalt unserer nicht ganz so freien, dafür umso sozialeren Marktwirtschaft (das ist jetzt alles halb so böse gemeint, ich bin schon ganz zufrieden hier): die Berufsgenossenschaften.

Also, das funktioniert so: wenn man ein Unternehmen besitzt und Arbeitnehmer beschäftigt (oder, um das in den Worten meiner Freunde aus dem Seminar „Soziale Polarisierung, Prekariat und Demokratie“ auszudrücken als gnadenloser, kapitalistisch-imperialistischer Ausbeuter der unterdrückten Arbeiterklasse auftritt), dann ist man verpflichtet, einer so genannten Berufsgenossenschaft beizutreten. Von denen gibts einen ganzen Haufen und die für Webentwickler, Internetdienstleister und die meisten sonstigen freien Berufe zuständige Berufsgenossenschaft ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG.

Die Mitgliedschaft in der BG kostet natürlich was und man versichert damit seine Arbeitnehmer gegen alle Unfälle, die während der Arbeitszeit passieren (nur nicht die Unfälle, welche einem auf der Toilette passieren, denn das ist nämlich Privatsache > das ist kein Scherz, hab ich neulich im Bildungsfernsehen gesehen).  Auf der Weg von und zur Arbeit ist man aber auch versichert (auch auf dem Weg zur Toilette :-) ). Im Prinzip ist das eine ganz nützliche Geschichte und die Mitgliedschaft kostet auch nicht wirklich viel. Es gibt bei der VBG einen Mindestbeitrag von 81,00 Euro im Jahr, zzgl. ein paar Cent für eine Rentenumlage. Den genauen Beitrag kann man sich so ausrechnen:

Beitrag Versicherung = (Gefahrtarif der Unternehmung × Beitragsfuß × Lohnsumme des Unternehmens) / 1000

Beitrag Rentenumlage = (Beitragsfuß Rentenumlage × Lohnsumme des Unternehmens) / 1000

Ein Beispiel: unser Gefahrtarif ist voraussichtlich 0,37, weil wir so eine harmlose Unternehmung sind (es gibt auch Gefahrtarife von über 20). Der Beitragsfuß wird vermutlich für 2008 rund 4,3 betragen. Unsere Lohnsumme, also das, was wir jährlich unseren Angestellten an Bruttolöhnen auszahlen, sei 100.000 Euro (haha… noch nicht ganz ;-) ). Dann müssten wir also folgenden Beitrag zahlen: (0,37 × 4,3 × 100.000 Euro) / 1000 =  159,10 Euro. Dazu kommen nochmal (0,25 × 100.000 Euro) / 1000 = 25 Euro für die Rentenumlage. Insgesamt macht das also 184,10 Euro, wenn man im Jahr 100.000 Euro an Löhnen auszahlt. Ist also keine umwerfende Belastung und die Arbeitnehmer sind gut versichert.

Übrigens: die Mitgliedschaft in den Berufsgenossenschaften ist zwangsverpflichtend und man muss sich selbst anmelden. Die BGs sagen einem da nicht Bescheid (so wie zum Beispiel die IHKs) und wenn man sich da nicht drum kümmert und es passiert etwas (Unfall, Prüfung) steht man plötzlich ganz dumm da. Insofern sollte man sich da drum kümmern, BEVOR etwas passiert – was wir jetzt auch gemacht haben.

24. November

Kosten der Unternehmensgründung – Plan und Wirklichkeit

von Christian Metzeler Kommentieren

Das hier ist im Prinzip der vierte Teil meiner Blogserie „Der Weg zum eigenen Unternehmen“. Ich hab ihn nur anders benannt, weil ich den Fokus viel enger gesetzt habe, als gedacht. Denn vor einiger Zeit bin ich beim Stöbern auf diesen Blogbeitrag (ja, ist schon älter, na und?) gestossen und habe mir gedacht „Das kannste vermutlich etwas besser“. Tja, also habe ich mir jetzt zwei Stunden Zeit genommen und versucht, es ausführlicher auf unseren eigenen Unternehmenstart abzubilden – aber nur bezogen auf unsere Investitionskosten. Die laufenden Kosten halte ich hier mal aussen vor, da ich diese durchaus als Betriebsgeheimnis ansehe. Aber die Investitionen sind eher trivial, finde ich.

Also: wir haben unseren Laden zu Beginn für sechs Personen eingerichtet und brauchten also sechs Arbeitsplätze. Zugegeben, unser Büro ist nicht das häßlichste, aber unser Anspruch war auch, ein professionell arbeitendes Unternehmen in einer angenehmen Atmosphäre zu gründen um darin gern zu arbeiten. Allerdings waren wir bei der Einrichtung sehr sparsam, haben überall jeden Cent zweimal umgedreht und insbesondere bei den Möbeln fast nur gebrauchte erworben oder simples Zeug bei Ikea eingekauft. Das einzige Möbelstück, das wir uns richtig Geld kosten lassen, sind die Arbeitssessel. Deren Wiederverkaufswert ist aber so hoch, dass sie auf keinen Fall eine Fehlinvestition sind. Im Gegenzug zu bspw. Laptops oder anderer Elektronik werden die nämlich so gut wie gar nicht an Wert verlieren. Inzwischen haben wir – fünf Monate nach dem Start – schon acht Arbeitsplätze eingerichtet, was die Kosten dafür erhöht hat.

Hier eine Übersicht über unsere Kalkulation bzgl. Investitionen und Sonderkosten der Gründung. Die Tabelle entspricht im groben unseren Tabellen im Businessplan, ist aber zusammengefasst und gekürzt. Die Gesamtkosten stimmen jeweils ungefähr, sind aber durchaus großzügig gerundet. Laufende Kosten sind wie gesagt darin natürlich nicht enthalten. In den blauen Zeilen summieren sich jeweils die Posten der weißen Zeilen darunter darunter. Die zweite Spalte gibt unseren Plan, also die Schätzung, an, die dritte Spalte unsere Ausgaben und die vierte Spalte unsere Fehlschätzung. Steht da also +26 %, haben wir 26 % mehr ausgegeben, als geplant usw.

Position: Unser Plan: Unser Ist: Fehlschätzung
Investitionen 32.100 26.000 - 26 %
1. Hardware 09.600 13.000 + 26%
1.1 Desktops und Server 02.500 04.200
1.2 Laptops 01.200 03.500
1.3 Bildschirme 02.000 02.000
1.4 TK-Anlage und Co 01.200 00.300
1.5 Sonstiges 02.700 03.100
2. Büroeinrichtung 13.500 11.000 -18,5%
2.1 Schreibtische und Stühle 03.500 05.500
2.2 Schränke und Regale 03.500 02.300
2.3 Konferenzraum 03.500 01.200
2.4 Sonstiges 03.000 01.900
3. Software 09.000 02.000 - 78%
3.1 Office-Lösungen 02.500 00.400
3.2 Datenverwaltung und Netzwerk 02.000 00.700
3.3 Faktura/Adress/Unternehmensplan 03.000 00.000
3.4 Sonstige 01.500 00.900
Formale Gründungskosten 1.200 00.700 - 42%
Anmeldung, Eintragungen, Genehmigungen 00.200 00.100
Beratung 0 00.250
Wirtschaftsprüfer 0 0
Erstellung Geschäftsunterlagen 00.500 00.350
Patente, Lizenzen, Franchisegebühren 0 0
Rechtsgutachten 00.500 0
Sonderkosten der Gründung 04.400 05.400 + 23%
Mietkaution 03.400 03.400
Erstellung eines Corporate Designs 0 0
Elektroinstallationen 00.250 01.200
Einbaumaßnahmen 00.500 00.500
Sonstiges 00.250 00.300

Wie man unschwer erkennen kann, sind die Unterschiede insgesamt nicht sehr gravierend, in den einzelnen Punkten aber dennoch deutlich:

Wir haben mehr Laptops als erwartet gekauft, konnten aber bei der TK dank VoIP richtig sparen. Bei der Software konnnten wir noch besser sparen, bspw. bei den Office-Lösungen. Ja, wir setzen MS-Office ein, weil wir unsere Zeit nicht mit Kompatibilitätsproblemen verschwenden wollen und können. Und wie wir 10 Arbeitsplätze mit allem, was von Microsoft kommt, mit gerade mal etwas mehr als 300 Euro ausstatten konnten? Darüber hatte ich schonmal gesprochen, hättet ihr mal besser aufgepasst… Und da wir nun ein Open-Source-CRM einsetzen, konnten wir auch die Kosten bei der Adressverwaltung und der Faktura sparen. Außerdem haben wir einiges ohnehin unserer Steuerberatung aufgebürdet ;-) . Es gilt, alles, was wir selbst nicht richtig gut können, denen zu überlassen, die es können.

Die formalen Gründungskosten waren – ehrlich gesagt – ein Scherz. Ein bisschen Steuerberatung im Vorfeld, um unseren Businessplan prüfen zu lassen und Kosten für Visitenkarten und ein Banner für den Balkon (eigentlich Marketing, aber es gehört halt zur Gründung). Dazu noch die Gewerbeanmeldungen… naja, alles harmlos.

Bei den Sonderkosten kam mehr auf uns zu, weil bestimmten Installationen in unserem Büro einfach nötig waren und die Ethernet-Verkabelung, Licht und Telefonanschlüsse nicht so ganz simpel zu verlegen waren. Auf dem Boden sollte halt nichts rumliegen, macht sich nicht gut – auch gegenüber Kunden – wenn es wie bei Hempels unterm Sofa aussieht. Wir sind ja nicht mehr im Jahr 2000, wo man einfach vier Monitore aufstellen und sich ein paar wilde Skizzen an die Wand hängen konnte und einen auf „wir-sind-ne-supertolle-Webklitsche“ machte.

Ja klar, man kann das alles auch billiger haben – aber nicht viel und jedenfalls kaum für sechs bis inzwischen acht Personen. Insgesamt waren wir sehr, sehr sparsam und unsere Planung doch sehr realistisch – ein Ergebnis stetiger Überarbietung, Checks und Gegenchecks. Und doch haben wir teilweise erheblich Fehleinschätzungen gehabt. Man sieht also: gute Planung ist sehr, sehr nötig und trotzdem wird die Realität teilweise anders aussehen.