30.
März
Was kosten Arbeitnehmer?
von Christian Metzeler 3 Kommentare
Ich habe mich heute morgen mit der Kontrolle unserer Löhnen und Sozialabgaben und der Einordnung der Ausgaben in Kostenstellen beschäftigt, die von mir für interne Auswertungen genutzt werden. Hier mal ein paar Nebenbei-Erkenntnisse aus dem Bereich der Löhne, die vielleicht ganz interessant sind.
Bei einem Bruttolohn von 2.000,- Euro erhält ein konfessionsloser Arbeitnehmer, der bei der TKK versichert ist, exakt 1.352,48 Euro als Nettolohn ausgezahlt. Die Personalkosten dieses Arbeitnehmers betragen 2.419,70 Euro. Zwischen dem Nettlohn, d.h. der an den Arbeitnehmer ausgezahlten Summe und den Personalkosten beträgt die Differenz also 1.067,22 Euro. Die Lohnsteuer macht an den rund 1.070 Euro Personalkosten/Abzügen vom Bruttolohn gerade mal 224,33 aus, der Solidaritätszuschlag läppische 12,33 Euro. Der Rest in Höhe von stolzen 830,56 Euro entfällt auf die Sozialversicherungen, wird also für Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung verwendet.
Von den Personalkosten dieses Arbeitnehmers entfallen somit recht exakt 55% auf seinen Nettolohn und somit 44% auf alles andere, sozusagen die Nettolohn-Nebenkosten. Die Differenz zwischen Bruttolohn und Nettolohn ist 647,52 Euro und somit hat der Arbeitnehmer 32% seines Lohns abzuführen. Auf den Bruttolohn muss das Unternehmen, also wir, etwas mehr als 17% obendrauf schlagen um die Personalkosten zu errechnen. Wenn wir dem Arbeitnehmer statt 2.000,- Euro nun 2.100,- Euro Brutto zahlen, erhöht sich sein Nettoverdienst (nur) um 55,82 Euro auf 1.408,30 Euro (ok, auf’s Jahr betrachtet hat man immerhin rund 700,- Euro mehr in der Tasche). Von den zusätzlichen 100,- Euro Brutto gehen 23,75 Euro an Lohnsteuer und 1,31 Euro Soli ab und die Sozialabgaben steigen um 30,76 Euro. Rund 44% des Mehrverdienstes kommen also nicht beim Arbeitnehmer an.
Ich will das jetzt eigentlich gar nicht weiter bewerten, da ich mir offen gesagt schwer tue, eine solche Bewertung zu treffen. Einerseits bin ich mir über die Nützlichkeit des Sozialversicherungssystems und des Staates (Lohnsteuern) durchaus im klaren. Andererseits ist es schade, dass ein Arbeitnehmer nicht gerade übermäßig viel von seinem Lohn bzw. unseren Personalkosten mit nach Hause nimmt und soviel an Abgaben anfällt.
18.
März
Ein iPhone, Outlook auf zwei Rechnern und einen Google-Kalender synchronisieren
von Christian Metzeler Kommentieren
Heute ein Praxistipp für Leute, die sich mit dem Problem der Terminkalendersynchronisation herumschlagen wollen.
Hier meine Herausforderung: meinen privaten Kalender, den ich mit Microsoft Outlook 2007 führe, auf einem Laptop und einem Desktop (jeweils unter Windows 7), den Kalender auf meinem iPhone sowie einen geschäftlichen Google-Kalender, der ebenfalls auf allen drei Geräten angezeigt werden soll, synchron halten. Tja, das ist gar nicht so einfach, aber machbar.
Gelöst habe ich es folgendermaßen:
Zunächst mal konzeptionell: ich trage private Termine in meinen Outlook-Kalender entweder auf dem Laptop oder dem Desktop ein, meist auf dem Laptop. Manchmal nutze ich zum Eintragen auch das iPhone. Geschäftliche Termine kommen hingegen in den Google-Kalender, auf den neben mir noch zwei weitere Personen, nämlich meine beiden Mitgesellschafter zugreifen können. Somit wissen wir immer ganz gut, wann jemand da ist und wann nicht und wann wer für wen einen Termin vereinbart hat. Allerdings trage ich hier nur Termine ein, welche für uns drei von Interesse sind, also keine Termine wie “jetzt den hier anrufen” oder “diese Rechnung” stellen” sondern Einträge wie “Besprechung mit Bewerber Y” oder “Besprechung Geschäftsführer”.
Und technisch sieht es so aus:

Also, mein privater Kalender wird zwischen meinem Desktop und meinem Laptop mit einem Tool namens Syncing abgeglichen. Es hält beide Outlooks stets auf demselben Datenbestand, d.h. eMails, Kalender, Notizen, etc. werden – sofern beide Rechner online sind – per Peer-to-Peer-Verbindung direkt und live synchronisiert. Das Tool hält übrigens auch jede Menge Daten meiner Windows-Ordner synchron. Lege ich bspw. auf dem Laptop eine neue Datei in einem bestimmten Ordner an, ist diese ein paar Sekunden später auch auf dem Desktop vorhanden. Syncing kostet in der Professional Edition pro PC inzwischen leider fast 100 Euro (ich habe es vor mehreren Jahren noch viel günstiger bekommen). Meines Erachtens ist es sein Geld dennoch wert, denn es ist tatsächlich in einer Viertelstunde einzurichten und funktioniert. Wichtig ist vor allem, dass es nur selten Ärger verursacht, d.h. ich muss keine Zeit darauf verschwenden, meine Daten synchron zu halten.
Der berufliche Google-Kalender wird in beide Outlooks (unabhängig voneinander) als sogenannter Internetkalender eingebunden und im iPhone als sogenanntes Kalenderkonto hinzugefügt. In den Outlooks sehe ich neben meinem privaten also den beruflichen Kalender in einer anderen Farbe, die Termine werden überlagert angezeigt. Im iPhone sieht es genauso aus.
Internetkalender in Outlook einbinden: als erstes besorgt man sich die Kalenderadresse von Google. Dazu in der Kalenderansicht im linken Menü und “Meine Kalender” auf “Einstellungen” klicken. In der Übersicht den gewünschten Kalender auswählen und in der nun folgenden Ansicht der “Kalenderdetails” gibt es unten auf der Seite die sogenannte “Privatadresse”. Auf den Button “ICAL” klicken und die angezeigte Adresse kopieren. Nun gehts in Outlook weiter: im Menü auf “Extras” und dort auf “Kontoeinstellungen”. Dann den Reiter “Internetkalender” auswählen und dort auf “Neu”. Hier die Adresse reinkopieren, abspeichern, warten, fertig. Nach dem nächsten Abrufen aller Mailkonten wird der Internetkalender mit seinen Einträgen eingebunden. Man sieht die Kalender dann nebeneinander. Am besten klickt man noch mit der rechten Maustaste auf den Reiter und stellt “überlagert anzeigen” ein, dann werden die Termine des einen im anderen Kalender schattiert angezeigt, was praktisch ist. Tja, so funktioniert das.
Es gibt zwei Einschränkungen, die erwähnenswert sind:
- ich kann in Outlook keine Einträgen in den Google-Kalender hineinschreiben. Dieser ist dort schreibgeschützt. Vom iPhone aus geht es – und natürlich über Google selbst.
- das iPhone synchronisiere ich nur zuhause mit iTunes, da es problematisch ist, ein iPhone von zwei Rechnern aus zu synchronisieren. Es gibt dafür zwar Lösungen und Möglichkeiten, nicht zuletzt via “MobileMe”, aber ich empfinde es auch nicht als so wichtig, um mich damit auseinanderzusetzen.
11.
März
So macht man keine Geschäfte (zumindest nicht mit uns)
von Christian Metzeler 8 Kommentare
Ich hatte gestern ein Erlebnis der besonderen Art, wie man keine Geschäfte zu machen braucht: seit Dezember 2009 diskutieren wir mit mehreren Partnerunternehmen hier vor Ort über die Möglichkeit, in ein gemeinsam genutztes Bürogebäude zu ziehen. Das Ziel ist eine Art “kreatives Haus” um dort näher und besser zusammenarbeiten und eine schönere Gemeinschaftsatmosphäre gestalten zu können. Bei unserer Suche in der näheren Umgebung des Magdeburger Hasselbachplatzes haben wir insbesondere ein Objekt ins Visier genommen, nämlich die Carl-Miller-Straße 6. Das ist ein ehemaliger Kutschenstall (glaub ich), ein recht großes zweigeschossiges Backsteingebäude mit zwei Flügeln.
Größere Kartenansicht
Das Schöne an dem Gebäude ist, das jeder Flügel in seiner Mitte einen großen Lichthof hat, der für eine schicke Gemeinschaftsatmosphäre genutzt werden könnte. Leider sind wir bei unserer Odysee mit der vermietenden Firma, der Strabag PFS auf einen Anbieter gestossen, mit dem wir von Anfang bis Ende kein Glück hatten. Zu einem Besichtigungstermin Mitte Dezember 2009 kam es noch recht schnell. Der Kollege, welcher diesen angeleiert hatte, bat direkt danach um weitere Informationen und einen Termin, um über konkrete Mietverhandlungen sprechen zu können, die die Besichtigung selbst “nur” durch den Hausmeister durchgeführt wurde. Eine Rückmeldung der Strabag erfolgt jedoch auch nach zwei weiteren Anrufen von ihm mit entsprechenden Bitten nicht. Mitte Januar nahm ich dann die Sache in die Hand und fragte mich hartnäckig mit insgesamt drei Anrufen dreimal hintereinander bei der Firma zu einer Sachbearbeiterin durch, die mir hoffentlich endlich Auskünfte geben konnte.
Ich stellte also meine Fragen, insbesondere nach der Miete von Obergeschoss und perspektivisch dem Erdgeschoss dazu und bekam – nach nun insgesamt acht Wochen beharrlichen Nachhakens – freundlich Antwort. Schon machte ich mir Hoffnungen, dass man jetzt endlich zu handfesten Ergebnissen kommen würde. Leider hatte ich meine Rechnung ohne die Strabag gemacht: denn auf eine weitere Nachfrage zu den exakten Grundrissen der Flügel kam zügig dann ein Anruf. In dem längeren Telefonat, in welchem es um die korrekte Darstellung der Grundrisse ging, kam dann plötzlich die Information, dass jetzt neben dem Erdgeschoss rechts auch das Erdgeschoss links ab der kommenden Woche vermietet sei. Bitte?
Ja worüber zur Hölle spreche ich denn seit nunmehr zehn Wochen? Genau, das wir einen kompletten Flügel haben möchten und nicht das Obergeschoss des einen Flügels oder das Obergeschoss des anderen Flügels sondern einen ganzen nur für uns… herrje. An dieser Stelle habe ich dann fast sprachlos das Telefonat mit der Bemerkung beendet, jegliche weitere Verhandlung wäre nutzlos. Ich hab mich selten von einem Verhandlungspartner so an der Nase herum geführt gefühlt wie hier. Besonders auf die Palme gebracht hat mich dann die abschließende Bemerkung meiner Gesprächspartnerin “Wir haben unser Bestens getan.” Ahja… nein, dem stimme ich nicht zu und meine, dass ich nicht der Ansicht bin, dass die Firma Strabag ihr Bestes getan hat. Abschließend bleibt mir zu hoffen, dass es in Magdeburg andere Vermieter mit anderen Objekten gibt, die mehr Interesse an uns als Mietern haben. Ich jedenfalls werde mit der Firma Strabag keine Geschäfte mehr machen, weil ich mich einfach nicht betreut und ernstgenommen gefühlt habe.
10.
März
Frisch im Netz: IMG & Architekturbüro Weinert
von Wolf Brüning 4 Kommentare
In den letzten Tagen sind wieder zwei sehr interessante Projekte online gegangen:

Dies ist zum einen der neue Auftritt der Investitions- und Marketinggesellschaft von Sachsen-Anhalt. Diese Website wurde zusammen mit der Agentur UCDplus aus Magdeburg umgesetzt, die sich für Konzeption sowie Design und Layout verantwortlich zeigten. Die komplexen Entwürfe wurden von uns auf Basis des Content-Management-Systems Typo3 realisiert.

Weiterhin konnten wir eine sehr interessante Website für das Architekturbüro Weinert aus Magdeburg umsetzen. Hier wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit Hagen Aedtner realisiert und basiert auf dem Content-Management-System Redaxo.
8.
März
Heute ist wieder Webmontag
von Wolf Brüning 2 Kommentare
Heute abend, ab 19 Uhr findet im Riff in der Sternstraße (hier am Hasselbachplatz) der dritte Magdeburger Webmontag statt. Bei diesem Treffen der lokalen Webszene gibt es wieder die Möglichkeit zu Präsentationen und Diskussionen über alle Themen, die Webentwickler, Webdesigner, Web-Entrepreneure, Experten, Studenten und Interessierte betreffen. webvariants wird selbstverständlich auch an diesem Webmontag teilnehmen und wir freuen uns auf einen Abend mit interessanten Vorträgen und anregenden Gesprächen. Unsere Leser möchten wir hiermit auch zu diesem Termin einladen – sofern sie grad in der Nähe sind.
PS: Nach einem Organisationstreffen in der vergangenen Woche wurde übrigens festgelegt, dass der Magdeburger Webmontag künftig in monatlichem Turnus am jeweils zweiten Montag des Monats stattfinden wird. Die zukünftigen Termine kann man sich also gleich schon mal blocken.