20. Januar
Projektbesprechung “extended”
Letzten Freitag bin ich nach Berlin zu einem Kunden gefahren, um mit ihm über die Erweiterung seiner Website um einen Webshop zu sprechen. Außerdem haben sich im Lauf der Zeit ein paar Wünsche um Ergänzungen und Verbesserungen angesammelt. Im Herbst 2008 hat das sorglosbüro von uns eine neue Website mit einem frischen Layout & Design erhalten. Im Jahr 2009 haben wir dann auf Kundenwunsch immer wieder kleine Verbesserungen eingebaut: ein Gästebuch für Kommentare, ein praktisches Rückrufformular, das von allen Seiten aus angesprochen werden kann oder die Option, den breiten blauen Hintergrundstreifen auf der Startseite zur Weihnachtszeit durch einen passenden roten mit hübschen Büromöbelschneeflocken zu ersetzen. Die ständige Weiterentwicklung der Website – und sei es auch nur mit kleinen Dingen – fällt immer wieder auf und veranlasst Kunden dazu, wiederzukommen. Außerdem macht es uns Spaß, mit einem Kunden auch nach dem Launch der ersten Version seiner Website weiterzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass es immer etwas neues zu entdecken gibt. Auch das ist für eine Website wichtig.
Im nächsten Schritt werden wir beim Sorglosbüro vermutlich unseren Redaxo-Webshop varisale einbauen, mit dem der Kunde dann seine Neumöbel und teilweise auch die gebrauchten direkt online verkaufen möchte. Dabei stellen sich – wie ich feststellen könnte – interessante Fragestellungen: so ist beispielsweise eine so genannte Cross-Selling-Funktion (“Wer diesen Artikel kaufte, kaufte auch…”, “Wer diesen Artikel ansah, sah auch an”…, kennt man ja von Amazon) hier nur bedingt interessant. Denn gebrauchte Möbel stehen oft nur ein paar Wochen im Shop und sind dann wegverkauft. Damit macht natürlich auch die Funktion “Wer diesen Artikel kaufte, kaufte auch…” keinen Sinn, weil es viele Artikel nur relativ kurz gibt. Für Neumöbel hingegen ist die Funktion wiederum interessant, man wird also unterscheiden müssen. Auch möchte der Kunde perspektivisch nach Möglichkeit den Webshop mit einem jetzt noch gar nicht vorhandenen Warenwirtschaftssystem für seine Lagerverwaltung koppeln – dann muss er seine Artikel nicht in beide Systeme reinhacken, sondern nur in eines. Das wird besonders interessant, weil im WWS manche Infos möglicherweise gar nicht abgebildet werden, die für den Shop aber nötig sind, bspw. mehrere Bilder, um das Produkt darzustellen. Alles in allem eine Herausforderung, bei der es Spaß machen wird, Lösungen zu finden.
Zurück zum Titel: warum also Projektbesprechung “extended”? Naja, ursprünglich hatten wir uns eineinhalb Stunden vorgenommen, am Ende waren es dann doch drei. Man kommt vom hundertsten ins tausendste und hat ständig neue Ideen. Ich habe mir deswegen angewöhnt, Projektbesprechungen in unserem internen Wiki zu protokollieren, damit die wichtigen Punkte nicht verloren gehen. Das hilft sehr und die Information ist für alle verfügbar. Persönliche Besprechungen halte ich allerdings an vielen Stellen für effektiver als telefonische oder per Instant Messenger getätigte, da man eine Diskussion auch einfach mal laufen lassen und sehen kann, wo sie hinführt. Sowas passiert nur vis-a-vis richtig gut. Außerdem bekam ich am Ende noch drei nette Metallgitter-Papierkörbe geschenkt, die jetzt bei uns im Büro ihren Dienst tun werden. So hat sich der Ausflug noch richtig gelohnt
. Und jetzt schaun wir mal, dass es mit neuen Shop was wird.



















