Heute mal knallharte Eigenwerbung der Marke „Warum sollten Sie uns beauftragen?“ Warum sollten Sie eine – naturgemäß – teurere Firma für Webentwicklung beauftragen, anstatt einen Freelancer zu nehmen oder vielleicht auch einen eigenen Programmierer zu beschäftigen?
Tja liebe Kunden, das kann ich Ihnen gut anhand von drei einfachen Punkten erklären:
Der zweitwichtigste Grund ist, das wir ziemlich professionell sind. Dazu ein paar Stichworte: revisionsbasierte Entwicklung, tagesaktuelles Backup aller Entwicklungsdaten, interner Qualitätscheck jedes Projektes durch einen zweiten Entwickler, State-of-the-Art-Entwicklung, Standardkonformität, barrierearme Entwicklung. All dies sind Punkte, die wir beachten. Also schlicht ein gutes Qualitätsmanagement. Werfen Sie als Beispiel einen Blick in unsere Checkliste zur Barrierefreiheit. Wie siehts da bei Ihren Leuten aus?
Der drittwichtigste Grund ist, das wir gut mit unseren Kunden reden können. Ach, das hört sich unspektakulär an? Na, dann warten Sie doch einfach mal den Zeitpunkt ab, an dem Sie mit ihrem Freelancer, der zwar genial programmieren kann, in Kommunikation aber eine Niete ist, ein Gesprächsproblem haben und sich überwerfen. Wir garantieren nicht, das wir uns nicht auch mal mit unseren Kunden streiten. Und schon gar nicht garantieren wir Ihnen, das wir zu jeder Ihrer Ideen Ja und Amen sagen. Manchmal sagen wir Ihnen, das eine andere Lösung besser wäre und manchmal sagen wir Ihnen auch, was Sie sich besser gleich aus dem Kopf schlagen sollten. Und das tun wir freundlich und offen. Aber wenn es in der zwischenmenschlichen Kommunikation trotzdem einmal Probleme gibt, dann übergeben wir den Kunden intern an jemand anderen und können diese Hürde somit umgehen. Das hat uns schon oft geholfen, ein Projekt trotz zwischenmenschlicher Probleme weiterzubringen. Vergessen Sie nicht:
Wirtschaft ist eine Veranstaltung von Menschen, nicht von Computern*
Aber der wichtigste Grund ist, dass webvariants auch in einem Jahr noch da sein wird, um Ihre Website zu betreuen. Und in zwei Jahren auch. Und der Vorteil dessen liegt klar auf der Hand: wir kennen Sie und Ihre Seite und wollen, dass beides zusammenpasst. Natürlich: Sie können bei jedem Redesign jemand neuen Hand anlegen lassen, mit immer neuem Gesamtaufwand für das Kennenlernen, Einarbeiten und den gesamten Entwicklungsprozess. Oder Sie lassen einfach alles bei uns und es geht schneller, kostengünstiger und vor allem stressfreier. Ihre Website ist schließlich ein Investitionsobjekt und kein Konsumgut. Behandeln Sie sie also auch so und geben Sie sie in die Hände von langfristig arbeitenden und denkenden Leuten.
Wir freuen uns darauf, auch mit Ihnen arbeiten zu dürfen.
Im Laufe der letzten Monate haben wir bei der Webentwicklung feststellen müssen, dass vor allem kleine Schriften (wie sie häufig in Menüs auftreten) auf Linux-Webservern mit PHP schlecht gerendert werden. Der Font-Renderer von Microsoft Windows hingegen schien keine derartigen Probleme zu haben. Das folgende Bild zeigt eine True-Type Font, wie man sie via PHP unter Linux rendern kann.
Ich übernahm die Suche nach dem Grund und konnte die Ursache in den Zusatzinformationen (sog. Hints) finden, die in einer True-Type Font enthalten sind. Diese Hints können insbesondere aus lizenzrechtlichen Gründen nicht effektiv von freier Software genutzt werden. Nach einigem Probieren fand ich aber heraus, dass die FreeType 2-Engine mit einigen Parametern trotz Mangel an Informationen einen sehr guten Job beim Rendern dieser kleinen Schriften macht. Dummerweise erlaubt PHP keine ordentliche Parametrisierung von FreeType 2!
Nach einigen Diskussionen im webvariants-Entwicklerkreis wurde jikji geboren – Namensgeber ist ein Buch in chinesischer Schriftsprache, welches laut Wikipedia bereits 1377 mit beweglichen Metalllettern gedruckt wurde (tja… eher als Gutenberg, nicht wahr?). Bei unserer Entwicklung handelt es sich um ein in C++ geschriebenes CGI-Skript, welches die FreeType 2-Engine nutzt, um serverseitig Fonts zu rendern, sowie die Nutzung einer internen Font-Datenbank. Es folgt das Rendering des gleichen Schriftzugs wie oben, diesmal aber mit jikji.
Gesteuert wird der Prozess über Font Style Sheets, welche Layouting-Informationen und Font-Parameter in einem XML-Format beschreiben. Diese Lösung eignet sich aufgrund der Flexibilität auch für komplizierte Menüs, ist aber für einen Webentwickler dennoch leicht zu benutzen. Wir sind somit nun in der Lage, jede beliebige Schriftart nicht nur irgendwie, sondern vor allem schön zu rendern. Natürlich sollte man damit nicht komplette Seiten erzeugen, aber für Menüs und den punktuellen Einsatz an anderen Orten ist jikji sehr gut geeignet.
Wenn Sie also einmal ein Projekt haben, dass sich durch extravagante Schriftarten auszeichnet, dann beauftragen Sie doch uns mit der Umsetzung und wir setzen dieses schöne Tool für Ihre Website ein. Natürlich müssen Sie über die nötigen Schriftartlizenzen verfügen und – sofern wir diese selbst noch nicht besitzen – uns diese auch lizenziert zur Verfügung stellen. Aber da unser Schriftfundus stetig wächst, stehen die Chancen inzwischen schon ganz gut, das wir eine bestimmte Schriftart bereits haben. Fragen Sie uns also nach jikji, wir setzen es gern für Sie ein.
Wie bereits angekündigt ist das webvariants-Team diesen Monat ganz signifikant gewachsen – mit zwei neuen (und selbstverständlich auch engagierten) Talenten haben wir die 10 voll gemacht: so wird unsere Entwickler-Rasselbande unter der mütterlichen Betreuung von Dave ab sofort durch die Künste von Christian Zozmann und Martin Schnabel bereichert. Martin wird als Webentwickler unseren Output an schönen Webseiten erhöhen und sich vorrangig einem bestimmen Projekt widmen, Christian wird – neben dem einen oder anderen Ausflug in die Webentwicklung – hauptsächlich zusammen mit Matthias unsere Server administrieren und die Backend-Entwicklung vorantreiben.
Damit hat sich webvariants von anfangs vier auf inzwischen zehn Mitarbeiter vergrößert. Hoffen wir, dass es auch im Jahr 2009 gut weitergeht, wir der Rezession davonlaufen und noch mehr schöne Webprojekte umsetzen können.
Gestern ging sie also wieder zu Ende, die altehrwürdige Messe „Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation“ – besser bekannt als CeBIT. Und wie Chris in seinem letzten Artikel ja bereits erwähnte, hat sich die halbe Firma vergangenen Mittwoch auf den Weg gemacht, die diesjährige Ausgabe ein wenig in Augenschein zu nehmen. Ich möchte in diesem Beitrag einige Eindrücke schildern, die mir persönlich aufgefallen sind. Vielleicht schließen sich die anderen ja noch mit Ihren eigenen Erkenntnissen und Fundstücken in den Kommentaren an.
Alles in allem merkt man der CeBIT schon Wirtschaftskrise und den schleichenden Bedeutungsverlust an: Die großen Shows und opulenten Messestände sind mit Ausnahme des T-Mobile-Standes (für den es sogar „Guided Tours“ gab) Vergangenheit. Manch wichtiger Hersteller konzentriert sich eher auf kleinere Fach- und Spartenmessen und war somit auf der CeBIT nur sehr eingeschränkt oder überhaupt nicht anwesend. Es ist halt kein Muss mehr, sich jedes Jahr in Hannover zu präsentieren. Allerdings hat sich die CeBIT auch positiv entwickelt, sie ist wieder ernster geworden. Mitte/Ende der 90er war sie ein buntes Spektakel auf dem man mit multimedialen Eindrücken und kiloweise Merchandise zugeschmissen wurde. Mittlerweile steht zum Glück wieder das Fachliche im Vordergrund – wenn auch weiterhin garniert mit der ein oder anderen hübschen Hostess (auch das zum Glück ). Datenblätter und Prospekte haben gleichermaßen die Werbegeschenke ersetzt und so habe ich den ganzen Messebesuch beispielsweise keinen einzigen Werbekugelschreiber gesehen (nun doch, am Stand der Uni Magdeburg… aber den durfte man nicht mitnehmen… es gab nur einen). Die Anzahl fachlich eher weniger interessierter Jugendlicher, die tütenbehängt zum reinen Merchandise-Sammeln über die Messe mäandern hat sich darum auch stark reduziert. Der jüngste Teil der CeBIT-Besucher wurde daher hauptsächlich durch einige langhaarige Nerd-Mobs repräsentiert, die wirklich (wirklich!) wie aus dem „Bilderbuch der Klischee-Informatiker“ entsprungen aussahen.
Neben diesem Gesamtbild möchte ich noch einige besondere Eindrücke hervorheben, so zum Beispiel die wirklich schicke Installation von IBM zum Thema Cloud Computing: Eine Matrix aus vertikal verschiebbaren und in verschiedenen Farben leuchtenden Kugeln bewegte sich zu einer Audio-Erklärung und erzeugte so (Wolken-)Formen, Wellen und das IBM-Logo. Eine visuell sehr schöne Idee und vor allem wirklich passend zum Thema:
Ebenfalls visuell ansprechend und besonders für mich interessant war die Ausstellung der Preisträger des iF-Design-Awards auf der es wirklich ansprechend und praktikabel gestaltete Produkte vom OP-Tisch über Mini-Rechner bis zum Baby-Schlafsack zu sehen gab. Besonders witzig: USB-Sticks als knuddelige Knutsch-Oktopusse. Von technischer Seite sehr spannend war der Prototyp des Zugangssystems TouchGo von Kaba. Hierbei reicht es einen speziellen Schlüsselanhänger in der Hosentasche zu haben – das Authentifizierungssignal wird über die Hautoberflächenspannung zur Hand und damit zum Türgriff oder Sensor übertragen.
Für alle Internet-Interessierten gab es das „CeBIT Webciety“-Areal mit zahlreichen Vorträgen zu den Themen Internet, Web 2.0 und vor allem den Synergien und Problemen zwischen dem Internet und den klassischen Medien. Standesgemäß wurden alle Panels live ins Internet gestreamed und aktuelle Kommentare konnten per Twitter auf eine Leinwand geworfen werden. Vor Ort habe ich dann auch einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Media 2.0“ zugeschaut, in der Vertreter der klassischen Medien ihre Erfahrungen mit dem Web zum Besten gaben. Besonders gefiel mir der Appell von Heiko Hebig (Head of Digital Media, Hubert Burda Media) für mehr Technikverständnis (mehr „Engineering“) in den Redaktionen und insbesondere Chefetagen der Verlage und Sender. Es reiche eben nicht, eine Idee zu entwickeln und dann alles an eine Agentur zum Umsetzung abzugeben. Man muss genau wissen, was man macht und wie man seine Inhalte einsetzt, wie man dieses Projekt betreibt und vermarktet. Ohne eigenes Verständnis für die Technik und Logik eines solchen Projektes wird sich kein Erfolg einstellen.
Um diesen doch recht lang gewordenen Blog-Beitrag kurz und knapp abzuschließen, möchte ich als letztes noch meine Lieblingskuriosität der Messe vorstellen. Anscheinden gibt es für wirklch alles die passende Software:
Update: letzten Mittwoch hatte ich als Retrospektive und weil ich dank der Tatsache, dass drei Viertel der Firma auf der CEBIT herumlungerte, Zeit hatte, einen Beitrag zu Browserstatistiken geschrieben. Nachdem ich nun die Gelegenheit hatte, mich noch ein bisschen weiter mit den Browseranteilen zu beschäftigen, möchte ich diesen Blogbeitrag doch nochmal updaten. Von daher gibt es nun heute neue Grafiken und Statistiken zur Browserverteilung, die das Ganze noch etwas klarer machen sollen.
So sieht die Verteilung der benutzen Browser im Jahr 2008 weltweit aus:
Und so sieht sie für Deutschland aus:
Und so für unsere eigene Website:
Browserversionen weltweit:
Browserversionen webvariants:
Es ist davon auszugehen, dass insbesondere Firefox 2 dank des automatischen Updates sehr schnell verschwinden wird. Das wir uns hingegen zu Beginn des Jahres 2009 immer noch mit einem guten Viertel an Internetnutzern herumschlagen müssen, die einen Browser verwenden, der acht Jahre alt ist, dessen Nachfolger vor zweieinhalb Jahren erschienen ist und der mithin zu den schlechtesten, jemals programmierten Webbrowsern gehört, ist uns wahrlich ein Rätsel. Ja, ich rede vom Internet Explorer 6, dieser Nemesis der sinnvollen Webentwicklung, dem Meilenstein für schlechte Webstandards, diesem verstandbefreiten Monstrum an mieser Programmarbeit. . Man kann davon ausgehen, dass der Internet Explorer 7 und auch sein Nachfolger trotz der Konkurrenz durch Firefox, der insbesondere im deutschen Internet eine große Verbreitung findet, nach wie vor der Browser Nummer 1 bleiben wird.
Ein Weblog über das Web, Web-Design, Web-Entwicklung, Usability, Communities, Unternehmensgründung und die Firma webvariants.