26. November

Der VoIP-Alltag und seine Tücken

von Christian Metzeler Kommentieren

Kaputtes Telefon

Wie der ein oder andere vielleicht gemerkt hat, sind wir heute telefonisch schlecht erreichbar. Tja, leider ist VOIP-Alltag nicht ganz unproblematisch. VOIP, also Voice-over-IP basiert darauf, dass Telefonate nicht via Festnetz sondern via DSL-Leitung geführt werden. D.h., dass wir einen unserer beiden Internetanschlüsse dafür nutzen, um darüber auch zu telefonieren.

Leider hat unser DSL-Anbieter QSC heute schwere Netzprobleme, offensichtlich im ganzen norddeutschen Raum. Daher ist diese DSL-Leitung länger ausgefallen. Unser anderer DSL-Anschluss via MDSL ist eine Funkstrecke, mit der wir innerhalb Magdeburgs an einen Provider angeschlossen sind. Blöderweise ist auch dieser Provider nicht der zuverlässigste, denn auch diese Anbindung fällt gerne mal aus. Da wir sie „nur“ zum Arbeiten und Surfen benutzen, ist das nicht so schlimm, aber für VOIP ist sie trotz ihrer (theoretisch) hohen Geschwindigkeit ohnehin nicht geeignet.

Inzwischen funktioniert die Leitung von QSC zwar wieder, aber offensichtlich hat es jetzt PBX, unseren eigentlichen VOIP-Anbieter erwischt, denn alle unsere Telefonieraccounts sind offline. Das ist ärgerlich und ich stelle mir schon die Frage, ob die Ersparnis beim Festnetzanschluß – zwei DSL-Leitungen hätten wir ohnehin – den immer mal wiederkehrenden Ärger rechtfertigt. Naja, schaun wir noch ein wenig, wie sich das entwickelt… Leidiges Thema…

24. November

Kosten der Unternehmensgründung – Plan und Wirklichkeit

von Christian Metzeler Kommentieren

Das hier ist im Prinzip der vierte Teil meiner Blogserie „Der Weg zum eigenen Unternehmen“. Ich hab ihn nur anders benannt, weil ich den Fokus viel enger gesetzt habe, als gedacht. Denn vor einiger Zeit bin ich beim Stöbern auf diesen Blogbeitrag (ja, ist schon älter, na und?) gestossen und habe mir gedacht „Das kannste vermutlich etwas besser“. Tja, also habe ich mir jetzt zwei Stunden Zeit genommen und versucht, es ausführlicher auf unseren eigenen Unternehmenstart abzubilden – aber nur bezogen auf unsere Investitionskosten. Die laufenden Kosten halte ich hier mal aussen vor, da ich diese durchaus als Betriebsgeheimnis ansehe. Aber die Investitionen sind eher trivial, finde ich.

Also: wir haben unseren Laden zu Beginn für sechs Personen eingerichtet und brauchten also sechs Arbeitsplätze. Zugegeben, unser Büro ist nicht das häßlichste, aber unser Anspruch war auch, ein professionell arbeitendes Unternehmen in einer angenehmen Atmosphäre zu gründen um darin gern zu arbeiten. Allerdings waren wir bei der Einrichtung sehr sparsam, haben überall jeden Cent zweimal umgedreht und insbesondere bei den Möbeln fast nur gebrauchte erworben oder simples Zeug bei Ikea eingekauft. Das einzige Möbelstück, das wir uns richtig Geld kosten lassen, sind die Arbeitssessel. Deren Wiederverkaufswert ist aber so hoch, dass sie auf keinen Fall eine Fehlinvestition sind. Im Gegenzug zu bspw. Laptops oder anderer Elektronik werden die nämlich so gut wie gar nicht an Wert verlieren. Inzwischen haben wir – fünf Monate nach dem Start – schon acht Arbeitsplätze eingerichtet, was die Kosten dafür erhöht hat.

Hier eine Übersicht über unsere Kalkulation bzgl. Investitionen und Sonderkosten der Gründung. Die Tabelle entspricht im groben unseren Tabellen im Businessplan, ist aber zusammengefasst und gekürzt. Die Gesamtkosten stimmen jeweils ungefähr, sind aber durchaus großzügig gerundet. Laufende Kosten sind wie gesagt darin natürlich nicht enthalten. In den blauen Zeilen summieren sich jeweils die Posten der weißen Zeilen darunter darunter. Die zweite Spalte gibt unseren Plan, also die Schätzung, an, die dritte Spalte unsere Ausgaben und die vierte Spalte unsere Fehlschätzung. Steht da also +26 %, haben wir 26 % mehr ausgegeben, als geplant usw.

Position: Unser Plan: Unser Ist: Fehlschätzung
Investitionen 32.100 26.000 - 26 %
1. Hardware 09.600 13.000 + 26%
1.1 Desktops und Server 02.500 04.200
1.2 Laptops 01.200 03.500
1.3 Bildschirme 02.000 02.000
1.4 TK-Anlage und Co 01.200 00.300
1.5 Sonstiges 02.700 03.100
2. Büroeinrichtung 13.500 11.000 -18,5%
2.1 Schreibtische und Stühle 03.500 05.500
2.2 Schränke und Regale 03.500 02.300
2.3 Konferenzraum 03.500 01.200
2.4 Sonstiges 03.000 01.900
3. Software 09.000 02.000 - 78%
3.1 Office-Lösungen 02.500 00.400
3.2 Datenverwaltung und Netzwerk 02.000 00.700
3.3 Faktura/Adress/Unternehmensplan 03.000 00.000
3.4 Sonstige 01.500 00.900
Formale Gründungskosten 1.200 00.700 - 42%
Anmeldung, Eintragungen, Genehmigungen 00.200 00.100
Beratung 0 00.250
Wirtschaftsprüfer 0 0
Erstellung Geschäftsunterlagen 00.500 00.350
Patente, Lizenzen, Franchisegebühren 0 0
Rechtsgutachten 00.500 0
Sonderkosten der Gründung 04.400 05.400 + 23%
Mietkaution 03.400 03.400
Erstellung eines Corporate Designs 0 0
Elektroinstallationen 00.250 01.200
Einbaumaßnahmen 00.500 00.500
Sonstiges 00.250 00.300

Wie man unschwer erkennen kann, sind die Unterschiede insgesamt nicht sehr gravierend, in den einzelnen Punkten aber dennoch deutlich:

Wir haben mehr Laptops als erwartet gekauft, konnten aber bei der TK dank VoIP richtig sparen. Bei der Software konnnten wir noch besser sparen, bspw. bei den Office-Lösungen. Ja, wir setzen MS-Office ein, weil wir unsere Zeit nicht mit Kompatibilitätsproblemen verschwenden wollen und können. Und wie wir 10 Arbeitsplätze mit allem, was von Microsoft kommt, mit gerade mal etwas mehr als 300 Euro ausstatten konnten? Darüber hatte ich schonmal gesprochen, hättet ihr mal besser aufgepasst… Und da wir nun ein Open-Source-CRM einsetzen, konnten wir auch die Kosten bei der Adressverwaltung und der Faktura sparen. Außerdem haben wir einiges ohnehin unserer Steuerberatung aufgebürdet ;-) . Es gilt, alles, was wir selbst nicht richtig gut können, denen zu überlassen, die es können.

Die formalen Gründungskosten waren – ehrlich gesagt – ein Scherz. Ein bisschen Steuerberatung im Vorfeld, um unseren Businessplan prüfen zu lassen und Kosten für Visitenkarten und ein Banner für den Balkon (eigentlich Marketing, aber es gehört halt zur Gründung). Dazu noch die Gewerbeanmeldungen… naja, alles harmlos.

Bei den Sonderkosten kam mehr auf uns zu, weil bestimmten Installationen in unserem Büro einfach nötig waren und die Ethernet-Verkabelung, Licht und Telefonanschlüsse nicht so ganz simpel zu verlegen waren. Auf dem Boden sollte halt nichts rumliegen, macht sich nicht gut – auch gegenüber Kunden – wenn es wie bei Hempels unterm Sofa aussieht. Wir sind ja nicht mehr im Jahr 2000, wo man einfach vier Monitore aufstellen und sich ein paar wilde Skizzen an die Wand hängen konnte und einen auf „wir-sind-ne-supertolle-Webklitsche“ machte.

Ja klar, man kann das alles auch billiger haben – aber nicht viel und jedenfalls kaum für sechs bis inzwischen acht Personen. Insgesamt waren wir sehr, sehr sparsam und unsere Planung doch sehr realistisch – ein Ergebnis stetiger Überarbietung, Checks und Gegenchecks. Und doch haben wir teilweise erheblich Fehleinschätzungen gehabt. Man sieht also: gute Planung ist sehr, sehr nötig und trotzdem wird die Realität teilweise anders aussehen.

21. November

Der Winter ist da

von Wolf Brüning 2 Kommentare

Von unserem Balkon lässt sich schön das Schneetreiben beobachten.

Winter am Hasselbachplatz

Und wo bleibt die globale Erwärmung???

17. November

Typo3-Entwickler gesucht!

von Wolf Brüning Kommentieren

Kaum vier Monate sind wir im operativen Geschäft und ab heute sind wir so kurz nach der Einstellung von Christoph bereits wieder auf der Suche nach frischem Blut einem weiteren Webentwickler zur Anstellung in Teilzeit.

Typo3 Logo

Dieses Mal wollen wir unsere Kompetenzen im Bereich des Content Manage­ment Systems Typo3 ausbauen und suchen einen erfahrenen Entwickler mit Know-How in XHTML, CSS, PHP und vor allen Dingen einem sicheren Umgang mit Typo3. Kenntnisse in der Entwicklung von Typo3-Extensions und in der Arbeit mit weiteren Content Management Systemen wie Redaxo, Joomla oder Drupal sind natürlich auch gern gesehen, aber keine Voraussetzung.

Dem interessierten Bewerber bieten wir einen Platz in einem jungen Team im wohl schicksten und coolsten Arbeitsplatz der Stadt ;o) Direkt am Hasselbachplatz wird bei uns in einer angenehmen Atmosphäre gearbeitet und es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Experimentieren, zur persönlichen Weiterentwicklung und zur eigenverantwortlichen Entfaltung.

Mehr Informationen zu der ausgeschriebenen Stelle und die Möglichkeiten, uns in dieser Sache zu kontaktieren, findet man auf unserer Jobs-Seite.

14. November

World Usability Day 2008

von Michael Kühle 4 Kommentare

Logo World Usability Day 2008

Gestern war es wieder soweit, der World Usability Day fand zum vierten Mal statt. Weltweit steht an diesem Tag die Benutzungsfreundlichkeit von technischen Produkten im Mittelpunkt. Ziel ist es, Nutzer über Alternativen zu informieren und Entwicklern zu vermitteln, wie durch Usability und bessere Gestaltung Nutzerzufriedenheit und Nutzbarkeit entscheidend verbessert werden können. Hauptsächlich Dank des Engagements der Design-Agentur Schroeder+Wendt finden Veranstaltungen zu diesem Tag seit 2005 auch in Magdeburg statt.

Dieses Jahr war auch das Team von webvariants dank meiner Person erstmals vertreten, schließlich steht Usability auch bei uns während der Konzeption und Entwicklung von Webanwendungen deutlich im Vordergrund. So konnte ich während des Vortrags von Katja von der Burg (Projecter GmbH), die u.a. über schlecht gestaltete Formulare oder verwirrende Shopseiten sowie über interessante Ideen im Onlinekauf sprach, feststellen, dass bei unserer Umsetzung von Webshops die Usability direkt im Fokus steht und wir mit dem einspreis-Webshop in den nächsten Tagen unserem Kunden ein gutes Produkt übergeben werden.

Des weiteren fand ich die Analyse bestimmter Websites sehr interessant. Hier war schnell zu erkennen, dass grundlegende programmiertechnische Punkte häufig ignoriert werden, was meist dazu führt, dass die Seiten für Suchmaschinen schlecht auffind- und auswertbar sind. In einem anderen Beispiel wurden bei der Erstellung eines Konzeptes für eine Website Bilder dermaßen falsch eingesetzt, dass die Benutzer vom eigentlichen Inhalt stark abgelenkt wurden. Ein drittes Negativbeispiel zeigte falsche Menüstrukturen, die zu einem Verlaufen auf einer Website führten. Im abschließenden Vortrag „Experten analysieren Ihre Webseite“ wurde dies noch einmal aufgegriffen und ausgiebig an gegebenen Webseiten analysiert. Als besondere Ergänzung konnte man sich im Zuge dieses Vortrags auch eine Blickverlaufsanalyse der eigenen Webseite erstellen lassen.

Alles in allem war es eine sehr interessante Veranstaltung. Im nächsten Jahr werden wir wohl mit mehr Teammitgliedern vor Ort sein und überlegen bereits jetzt, uns auch mit einem eigenen Thema aktiv einzubringen.