31. Oktober

Happy Halloween: Das gruselige Netz

von Wolf Brüning Kommentieren

Kürbisgesicht

Heute ist Halloween und ganz passend zu diesem Tag möchte ich einmal auf die „Spooky Awards“ des Design Tagebuchs hinweisen, in denen Blogger Achim Schaffrinna die gruseligsten Seiten im Netz kürt. Eine weitere ergiebige Quelle für gruselige Webgestaltung, kuriose Webideen und sonderbaren Content ist die „endgültige Müllseite“, die allerdings leider seit etwa zwei Jahren nicht mehr mit neuen Grausamkeiten gefüllt wird.

Wir verabschieden uns hiermit in das verlängerte Wochenende und wünschen all unseren Lesern, Kunden, Partnern und zufälligen Seitenbesuchern ein frohes Halloween. Das ein oder andere webvariants-Teammitglied kann man heute abend bestimmt auch verkleidet zu Gesicht bekommen, beispielsweise auf der WebUni-Halloweenparty.

29. Oktober

Liquidität und die Finanzkrise

von Christian Metzeler Kommentieren

Nein, bei uns ist die Finanzkrise nicht angekommen. Zumindest sehen wir sie nicht vor der Haustür herumlungern. Aber ich möchte mich heute – nachdem mein letzter Beitrag schon etwas her ist und ich den vierten Teil meiner „Der-Weg-zum-eigenen-Unternehmen-Serie“ noch etwas verschieben muss – mal mit einem delikaten und schwierigen, eher unangenehmen Thema befassen: Geld, Liquidität und Projektbezahlung.

Unsere Auftragslage ist wirklich gut, wir setzen parallel mehrere Projekte gleichzeitig um und die Pipeline ist auch ganz hübsch gefüllt, es sind viele Angebote draussen und eigentlich ist alles ganz nett. Aber vor den Cash hat der Kunde die Abnahme gesetzt – und das natürlich völlig zu Recht. Denn bevor man zahlt, will man sehen, was man bekommt. Nur leider liegt da auch bisweilen das Problem, denn wenngleich wir bisher (fast) immer unsere Ergebnisse zur Zufriedenheit unserer Auftraggeber abwickeln konnten, so müssen sich diese die Ergebnisse ja erstmal anschauen. Und da hakt es des öfteren.

Ich schätze, nicht nur wir schlagen uns mit dem Problem herum, dass man sich am Tag 1 ein schönes Projektangebot ausdenkt, dieses am Tag 3 akzeptiert wird und wir am Tag 4 mit der Umsetzung beginnen. Die Lieferzeit beträgt bspw. 6 Tage und somit melden wir uns am Tag 10 also mit dem Abschluss beim Kunden (nachdem man zwischendurch eh fünfmal telefoniert hat) und bitten um Kontrolle und Abnahme (kein Scherz, so gehts bei uns echt zu, Speed ist Trumpf). Natürlich gibts jetzt noch Korrekturbedarf, die eigentlich immer maximal einen Tag Arbeit verursacht. Nun liegt die Schwierigkeit aber darin, dass der Kunde, der es eben noch so eilig hatte („muss wirklich zum Tag 12 stehen, Termin ist ganz wichtig, wehe, wenn nicht, Katastrophe, Weltuntergang, Horrrroor!!!“), sich jetzt gar nicht meldet. Es verstreicht Tag 11, Tag 12… wir melden uns, fragen nach… Tag 13… Tag 14… am Tag 17 gibts eine Rückmeldung mit Änderungswünschen. Diese sind am Tag 18 umgesetzt und wieder heißt es warten…

Am Tag 24 endlich die Kontrolle und wieder Änderungswünsche und drei Tage später Abnahme, so dass wir am Tag 28 zur Rechnung schreiten. Und dann sind natürlich noch zwei Wochen Zahlungsfrist, so dass wir damit rechnen können, ungefähr am Tag 40 bezahlt zu werden. Das bedeutet, dass wir unsere Leistung von Tag 4 bis Tag 10 erbracht haben und mehr als einen Monat später bezahlt werden. Ok, mag sein, dass das in manchen Branchen üblich ist. Aber ich möchte dem entgegenhalten, dass man bei den meisten Käufen ja auch gleich und nicht erst nach 30 Tagen bezahlt. Lassen wir mal Kreditkarten, Ratenkäufe und andere Dinge aussen vor, da diese Instrumente zwar sinnvoll und nützlich sind, wir aber bei Angebotsannahme und -akzeptanz nichts dergleichen mit dem Kunden besprochen und vereinbart hatten.

Was ich eigentlich ausdrücken möchte, ist, dass man als kleines Unternehmen wirklich gut auf seine Liquiditätszuflüsse acht geben sollte. Zwischen Auftragsannahme und Zahlungseingang liegt teilweise viel mehr Zeit, als man ursprünglich veranschlagt. Glücklicherweise sind wir gut mit Liquidität ausgestattet, aber wir kennen – auch aus unserem Umfeld – schon andere Beispiele. Und wenn kein Cash in der Kasse ist, steht man trotz guter Auftragslage immer erst mal etwas blöd da. Solange es nur um die eigenen Gehälter geht, ist das ja noch machbar, da kann man ja auch mal etwas strecken. Aber die Angestellten sollte man schon pünktlich bezahlen können (Hey Leute, keine Angst… :-) ) – und seine Rechnungen natürlich auch.

Bisher haben wir in unseren AGBs verankert, dass wir bei Aufträgen bis 2.500 Euro die Rechnungsstellung nach Projektabschluss tätigen. Jetzt denke ich schon darüber nach, den Betrag für Erstkundenauf vielleicht 1.000 Euro zu setzen – einfach, um die Verbindlichkeit beim Kunden und für uns die Zahlungszuflüsse zu verbessern.

Und noch ein kleines Schmankerl: alle Welt jammert und spricht über die Finanzkrise. Als wir vorgestern und gestern den VW-Kurs beobachteten und unser darüber amüsierten, kam schon der Gedanke auf, dass es ja toll gewesen wäre, wenn man letzte Woche noch ein paar VW-Aktien gekauft hätte. Da hatte man sie beim gestrigen Kurs von ca. 900 Euro – bei einem Einkauf von vielleicht 180 Euro – mit rund  500% Gewinn verkaufen können. Keine schlechte Sache. Ich mein noch so: „Wir sind im falschen Geschäft“ und erinnerte mich an meine glorreiche Spekulantenzeit während der New Economy, wo mir die Telekom und SAP fröhliche 400% Gewinn bescherten (realisiert, wohlgemerkt!).

Etwas später dachte ich aber darüber nach und sagte dann: „Bleiben wir lieber dabei, wovon wir etwas verstehen“. Und dabei wurde mir klar: „Hey, wir MACHEN ja etwas, wovon wir was verstehen. Und das macht auch noch Spaß.“ Und ich schätze, dass es besser ist, einer Tätigkeit nachzugehen, die einem Freude bereitet, als nur Geschäften hinterherzulaufen, die das nicht tun. Also: webvariants bleibt Webentwickler und steigt jetzt nicht ins Hedgefonds-Geschäft ein. :-)

24. Oktober

Neues auf unserer Homepage

von Wolf Brüning 3 Kommentare

Neu!Die letzten beiden Tage habe ich hauptsächlich dazu genutzt, unsere Firmenhome­page zu überarbeiten und zu erweitern. Neben unzähligen kleinen Änderungen wurden dabei vor allem die folgenden Seiten grundlegend überarbeitet:

  • Auf der Teamseite gibt es jetzt für jedes webvariants-Mitglied mehr Fotos und für viele direkte Kontaktdaten. Diese sind natürlich dank Microformats auch Maschinenlesbar. Die neuen Profilfotos finden sich natürlich auch in unserer „Mitarbeiter des Moments“-Rotation wieder – mit zum Teil sehr unterhaltsamen Bild-Spruch-Kombinationen:
    Mitarbeiter des Moments

  • Unsere Referenzen wurden noch ausgiebiger überarbeitet. Die Seite enthält jetzt endlich aktuellere Werke – mit allen wichtigen Fakten und Screenshots mit Lightbox-Großansicht. Ergänzt werden diese Referenzen durch einige Demos und Use Cases, die unabhängig von Kundenprojekten unser Können demonstrieren sollen.

  • Als kleines Extra-Gimmick wechselt nun das Panoramafoto unseres Hauses auf unserer Kontaktseite pünktlich zum Sonnenuntergang in Magdeburg in ein Nachtpanorama. Jeden morgen kehrt dann natürlich das alte Bild zurück.

22. Oktober

Fundsachen: Webentwicklung und Rock’n'Roll

von Wolf Brüning 4 Kommentare

Die erste heutige Fundsache ist ein schöner viraler Clip für die Projektmanagement-Software Devshop, der uns bewusst werden lässt, dass Dave, Gregor und Christoph manchmal einfach mal Zuwendung und Verständnis für Ihren harten Job brauchen ;)

Das zweite Fundstück hat rein garnichts mit Webentwicklung zu tun, ist aber um so lustiger: Die Definition von „Rock’n'Roll“ laut einem alten DDR-Wörterbuch („WD“ = Westdeutschland).

Lexikoneintrag zu Rock&Roll

20. Oktober

Checkliste Barrierefreiheit

von Wolf Brüning 2 Kommentare

Foto vom Fall der Berliner Mauer

Die Barriere ist weg – alles freut sich (Quelle: Wikipedia)

Hätte jeder Mensch die selbe Wahrnehmung, die selben körperlichen Möglichkeiten und auch die selbe technische Ausstattung, wäre das Leben des Webgestalters ein sehr einfaches. Leider (oder zum Teil auch auch zum Glück) ist das nicht so. Trotz der unüberschaubaren Vielfalt von menschlichen Möglichkeiten und Einschränkungen, sollte aber eine Webseite natürlich für jeden in vernünftigem Maße nutzbar sein. Vielleicht nicht so schön wie vom Designer erdacht, nicht so dynamisch, nicht so hip, dafür aber mit vollständigen Inhalten, Möglichkeiten und ohne unüberwindbare Hindernisse.

Bei webvariants achten wir aus Prinzip darauf, jedes Webprojekt möglichst barrierearm umzusetzen. So setzen wir Layouts ohne Frames und Tabellen, also nur per CSS um, nutzen sinnvolle alternative Beschreibungen bei Bildern, achten auf Farben, Kontraste und Textgrößen. Um gezielt eine möglichst barrierefreie Seite zu entwickeln, müssen allerdings noch viel mehr Parameter und Eventualitäten bedacht werden. Um hierbei gleichbleibende Qualität zu garantieren, nutzen wir spezielle Checklisten.

Da es schade wäre, wenn unsere Checklisten nur hinter verschlossenen Bürotüren verwendet würden, wollen wir sie hier veröffentlichen. So können wir auch anderen Seitenbesitzern, Webmastern oder Webentwicklern bei ihrer Arbeit helfen. Deshalb wollen wir unsere Checkliste zum Thema Barrierefreiheit zum Download stellen:

Checkliste Barrierefreiheit (PDF)

Wir würden uns freuen, wenn wir dadurch das Web ein klein wenig barriereärmer machen können. Und Feedback oder Verbesserungsvorschläge für diese Checkliste sehen wir selbstverständlich auch gern.